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Recruiting

Wo Stellenanzeige schalten? – Die besten Tipps und Entscheidungshilfen

Personalturm Redaktion
06. March 2021
12 Min. Lesezeit
Wo Stellenanzeige schalten? – Die besten Tipps und Entscheidungshilfen

Wo Stellenanzeige schalten? – Diese 3 Kriterien dienen Ihnen als Grundlage für Ihre Entscheidung

Die Kosten – was gibt Ihr Budget her?

Machen wir uns nichts vor. Die Kosten für das Schalten einer Stellenanzeige können stark variieren und spielen eine nicht unwesentliche Rolle für Ihre Entscheidung. Wenn Sie sich dazu entschließen, eine kostenlose Möglichkeit zu wählen, um Ihre Stellenanzeige zu schalten, kann es Ihnen passieren, dass Sie keinen Rücklauf erhalten. Etwas schwerer wiegt wohl die Tatsache, dass je nach Größe und Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens sich der ein oder andere Betrachter Ihrer kostenlos inserierten Stellenanzeige so seine Gedanken machen könnte. Wie wichtig ist es Ihnen, einen wirklich passenden Kandidaten zu finden? Steht Ihr Unternehmen möglicherweise in finanzieller Hinsicht auf wackeligen Beinen und muss man als Bewerber sogar fürchten, dass hier nicht besonders attraktive Gehaltszahlungen zu erwarten sind?

Vielleicht möchten Sie lieber doch etwas Geld in die Hand nehmen und Ihre Stellenanzeige kostenpflichtig inserieren. Bedenken Sie aber, dass teuer nicht gleich gut sein muss. Im Klartext heißt das, dass Ihr vorhandenes Recruiting-Budget Ihnen zwar gewisse Grenzen aufweisen kann und somit durchaus als Grundlage für Ihre Entscheidung relevant ist, jedoch nicht ausschlaggebend sein sollte. Für den Erfolg Ihrer Stellenanzeige ist die nachfolgende Frage viel wichtiger.

Wo hält sich Ihre Zielgruppe auf?

Um zu entscheiden, wo Sie Ihre Stellenanzeige am besten schalten sollten, ist es wichtig zu wissen, wo sich Ihre relevante Zielgruppe aufhält. Überspitzt gesagt, bringt es Ihnen nichts, Ihre Stellenanzeige in einer medizinischen Fachzeitschrift zu veröffentlichen, wenn Sie einen Lagermitarbeiter suchen. Die Chance, dass ein passender Bewerber eben diese Zeitschrift durchblättert und zufällig über Ihre Anzeige stolpert, ist verschwindend gering. Prüfen Sie also zunächst, wie Sie potenzielle und vor allem passende Bewerber erreichen können. Um hierfür erste Anhaltspunkte zu erhalten, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Befragen Sie Ihre Mitarbeiter – vor allem diejenigen, die eine ähnliche Position haben, wie Sie Ihr Wunschkandidat erhalten soll. Wo würden diese nach einer solchen Position suchen?

Finden Sie heraus, auf welchen Portalen vergleichbare Stellenanzeigen vorwiegend veröffentlicht werden. Somit erhalten Sie einen wichtigen Hinweis darauf, wo die Suche Ihrer Zielpersonen hinführt, wenn sie nach einem Job Ausschau halten, wie dem, den Sie zu besetzen haben.

Versetzen Sie sich in die Rolle des Bewerbers. Wie geht dieser vermutlich bei seiner Suche nach einer Stelle vor? Bevorzugt er die simple Methode und füttert Google mit einfachen Schlagworten wie der Berufsbezeichnung und dem Standort? Die Suchintention potenzieller Bewerber spielt bei Ihrer Entscheidung eine wichtige Rolle.

Nutzen Sie Erfahrungswerte

Beziehen Sie in Ihre Entscheidung auch Erfahrungswerte aus früheren Recruiting Maßnahmen mit ein. Wie und wo sind bisherige Bewerber auf Ihre Stellenanzeigen aufmerksam geworden? Welche Kanäle haben bisher gut bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter funktioniert und welche haben Ihnen einen nur geringen Rücklauf beschert oder hauptsächlich das Interesse der Bewerber geweckt, die sich als ungeeignet herausgestellt haben? Checken Sie auch die Ergebnisse von Jobbörsen-Rankings. Diese liefern Ihnen nicht nur Informationen über die Besonderheiten und die Reichweite der jeweiligen Jobbörse, sondern auch Anhaltspunkte dazu, welche Portale sich besonders gut für welche Berufsgruppe eignen. Darüber hinaus enthalten sie häufig einen Zufriedenheitsindex, der sich aus den Ergebnissen von Befragungen der Nutzer – sowohl von Jobsuchenden als auch von Unternehmen – zusammensetzt.

Wo Stellenanzeige schalten? – Die Möglichkeiten im Überblick

Die unternehmenseigene Website

Nahezu jedes Unternehmen nutzt die Möglichkeit, seine Stellenanzeigen auf der eigenen Website zu veröffentlichen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Eine eigene Karriereseite verursacht keine oder kaum Mehrkosten und rundet den professionellen Unternehmensauftritt gekonnt ab. Gefunden werden diese Stellenanzeigen aber in der Regel nur von Bewerbern, die gezielt nach einer Position in eben diesem Unternehmen suchen.

Online-Stellenbörsen

Die Welt der Online-Stellenbörsen kann in unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. Hier gibt es die großen Generalisten wie Monster oder Stepstone, die aufgrund ihres Bekanntheitsgrades eine hohe Reichweite erzielen und alle Arten von Positionen in den unterschiedlichsten Branchen und für alle Regionen abdecken. Daneben gibt es noch die sogenannten Nischenportale oder auch Spezial-Jobbörsen für ganz bestimmte Berufsgruppen. Diese können zwar nicht durch eine ganz so große Reichweite glänzen, bieten dafür aber die Möglichkeit, passgenauere Kandidaten zu erreichen. Hinzu kommen noch Jobbörsen, die sich besonders für die Suche nach Personal aus bestimmten Regionen eignen. Genau genommen könnte man noch eine weitere Gruppe von Jobportalen benennen – die kostenlosen Stellenbörsen. Hierzu zählen insbesondere die Angebote von Kleinanzeigendiensten wie etwa eBay Kleinanzeigen oder auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Dennoch kommt es hier zu Überschneidungen mit den zuvor genannten Anbietern. Denn viele Stellenbörsen bieten sowohl eine kostenlose als auch eine kostenpflichtige Möglichkeit zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen.

Die Karrierenetzwerke Xing und LinkedIn

Stellenanzeigen können auch bei den Karrierenetzwerken Xing und LinkedIn veröffentlicht werden. Das Praktische daran ist, dass Unternehmen auf diesen Portalen auch die Aufmerksamkeit von Kandidaten erregen, die nicht aktiv auf Jobsuche sind, sich jedoch offen für neue Herausforderungen zeigen.

Soziale Netzwerke

Eine interessante Möglichkeit, die beim Schalten von Stellenanzeigen in Betracht gezogen werden sollte, ist die Veröffentlichung auf Social Media Plattformen. Mit Facebook Ads beispielsweise – also durch bezahlte Werbeanzeigen, die über die Plattform ausgespielt werden – können gezielt die Personen angesprochen werden, die auf die ausgeschriebene Position passen. Auch hier besteht der Vorteil gegenüber dem Schalten auf Online-Stellenbörsen darin, dass auch die Aufmerksamkeit von passiv suchenden Kandidaten erlangt wird.

Printanzeigen

Je nach Branche und zu besetzender Position ist das Schalten von Stellenanzeigen in Tageszeitungen beispielsweise mit regionalem Bezug und besonders in fachspezifischen Zeitschriften auch heute noch sinnvoll.

Wo Stellenanzeige schalten? – Mit dem richtigen Mix zum Erfolg

Wenn Sie sich die lästige Suche nach geeigneten Portalen zum Schalten Ihrer Stellenanzeige lieber sparen möchten, könnte Multiposting die rettende Lösung für Sie sein. Neben der hohen Reichweite, die Ihre Stellenanzeige durch das Schalten auf mehreren unterschiedlichen Jobportalen erhält, profitieren Sie häufig zusätzlich von attraktiven Sparpaketen. Außerdem kann Ihr Berater Ihnen bei der Auswahl der passenden Stellenbörsen behilflich sein, denn er weiß bereits aus Erfahrung, wo sich Ihre relevante Zielgruppe aufhält.

Häufig gestellte Fragen

Wo sollte ich eine Stellenanzeige schalten, um passende Bewerber zu erreichen?
Wählen Sie die Kanäle dort, wo sich Ihre Zielgruppe tatsächlich aufhält: Generalisten, Nischenbörsen, regionale Portale oder soziale Netzwerke. Entscheidend ist die Passung zur Position, nicht nur die Reichweite. Nutzen Sie außerdem eigene Erfahrungswerte aus früheren Ausschreibungen.
Sind kostenlose Stellenanzeigen sinnvoll?
Kostenlose Optionen können funktionieren, liefern aber je nach Zielgruppe und Position oft weniger oder unpassendere Rückläufe. Zudem kann die Außenwirkung je nach Umfeld unterschiedlich bewertet werden. Prüfen Sie daher, ob Qualität oder Geschwindigkeit wichtiger ist als reines Budget-Sparen.
Welche Rolle spielt das Budget beim Schalten einer Stellenanzeige?
Das Budget setzt Rahmenbedingungen, sollte aber nicht allein über die Plattform entscheiden. Teuer bedeutet nicht automatisch gut, und günstig nicht automatisch schlecht. Planen Sie das Budget entlang der Zielgruppe und der Schwierigkeit, die Position zu besetzen.
Wann lohnen sich soziale Netzwerke wie Facebook für Stellenanzeigen?
Social Media kann besonders dann stark sein, wenn Sie auch passive Kandidaten erreichen möchten, die nicht aktiv suchen. Über gezielte Anzeigen lassen sich Zielgruppen nach Interessen, Region oder Berufsfeldern ansprechen. Wichtig ist eine klare Botschaft und ein gutes Targeting.
Was ist der Vorteil, eine Stellenanzeige auf mehreren Portalen zu schalten?
Ein Mix erhöht die Sichtbarkeit und senkt das Risiko, die Zielgruppe zu verfehlen. Multiposting kann dabei Zeit sparen, weil Auswahl und Buchung gebündelt werden. Sinnvoll ist es vor allem bei schwer zu besetzenden Rollen oder wenn schnell Reichweite aufgebaut werden soll.

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