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HR-Management

Stellenbeschreibung: Muster und Inhalte

Personalturm Redaktion
07. January 2021
5 Min. Lesezeit
Stellenbeschreibung: Muster und Inhalte

Stellenbeschreibung und Stellenanzeige: ist das nicht das Gleiche?

Nein, die beiden Dinge sind nicht das Gleiche. Jedoch ist die Stellenbeschreibung ein Teil der Stellenanzeige. Nämlich der Teil, in dem die Aufgaben und Ziele des beworbenen Jobs dargestellt werden. Anforderungen an den Bewerber, Angaben zum Unternehmen und Benefits gehören nicht zur Stellenbeschreibung, sollten jedoch unbedingt Teil der Stellenanzeige sein.

Stellenbeschreibungen werden auch in anderen Bereichen eingesetzt

Gleichzeitig gibt es auch in den meisten Arbeitsverträgen eine konkrete Stellenbeschreibung. Hier wird das Tätigkeitsprofil für den Stelleninhaber final definiert und festgehalten. Die Angaben, die in dieser Beschreibung definiert sind, sind die beruflichen Pflichten des neuen Mitarbeiters. Deshalb sollte sie von Seiten des Arbeitgebers mit Sorgfalt erstellt und vom zukünftigen Stelleninhaber gründlich gelesen und geprüft werden, bevor der Arbeitsvertrag unterschrieben wird. Hier gilt wie bei jedem Vertrag: Achten Sie auf das Kleingedruckte.

Oft wird auch in der Unternehmensorganisation bzw. der Personalentwicklung von Stellenbeschreibungen Gebrauch gemacht. In diesem Bereich werden sie auch synonym Arbeitsplatzbeschreibung genannt. Durch sie soll ein konkreter Aufgabenbereich für jeden Mitarbeiter abgesteckt werden. Dadurch soll die Transparenz gefördert, die Kontrolle über erreichte oder nicht erreichte Ziele ermöglicht und das Personalmanagement und Personalentwicklung erleichtert werden. Für diese Art der Stellenbeschreibung wird jedoch auch immer wieder Kritik laut. Denn wer konkret definierte Aufgaben und Ziele vorgesetzt bekommt, wird weniger dazu aufgefordert, über den Tellerrand zu schauen. Einige Experten fürchten, dass jeder Mitarbeiter sich nur noch wie im Tunnel um seinen eigenen Aufgabenbereich kümmert und die Arbeit im Team darunter leidet.

Welche Inhalte gehören in eine Stellenbeschreibung?

Es gibt einige Punkte, die unbedingt in einer Stellenbeschreibung definiert sein sollten. Dabei geht es darum, möglichst detailliert und konkret, aber dennoch knapp zu formulieren, welche Aufgaben und Ziele der Stelleninhaber erfüllen muss. Überschneidungen zu anderen Positionen sollen damit vermieden werden.

Kernaufgaben der Stelle

Die Aufgaben der zu besetzenden Stelle stellen den wichtigsten Bereich der Stellenbeschreibung dar. Eine genaue Definition des Aufgabenfeldes, der wichtigsten Aufgaben und der möglichen zusätzlichen Arbeitsfelder wird in diesem Bereich konkretisiert. So weiß sowohl der Arbeitgeber, für welche Bereiche er den Mitarbeiter einsetzen kann, als auch der neue Stelleninhaber, für welche Arbeitsfelder er in Zukunft zuständig ist. Die Beschreibung der Kernaufgaben ist wichtig, da sie die Basis für die Zufriedenheit und den Erfolg des neuen Kollegen darstellt.

Befugnisse, Kompetenzen und Pflichten

Jeder Angestellte verfügt über bestimmte Kompetenzen und Befugnisse innerhalb seines Aufgabenfeldes, aber auch über einige Pflichten. Die Definition dieser Bereiche ist wichtig, damit es später nicht zu Missverständnissen vor oder nach wichtigen Entscheidungen kommt. Darf der neue Mitarbeiter eigenständige Entscheidungen treffen oder muss er dafür mit jemandem Rücksprache halten? Für welche konkreten Bereiche trägt er die Verantwortung?

Ziele der Position

Die Ziele der offenen Stelle sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil einer Stellenbeschreibung. Sinnvoll ist es, sowohl langfristige als auch kurzfristige Ziele abzustecken. Ob die Ziele erreicht wurden oder ob sie vielleicht zu hoch gesteckt waren, lässt sich in Mitarbeitergesprächen nach den ersten Monaten im Job herausfinden. Aus den Zielen können die konkreten Aufgaben des Stelleninhabers abgeleitet werden.

Vorgesetzte und Zusammenarbeit

Kaum eine Stelle kann ohne Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten erfolgreich ausgefüllt werden. Durch diesen Teil der Stellenbeschreibung erkennt der neue Stelleninhaber seine Position in der Hierarchie des Arbeitgebers. Die vorgesetzten Stellen werden hier definiert, genauso wie die Abteilungen und Kollegen, mit denen Absprachen erforderlich sind. Auch die mögliche Zusammenarbeit mit externen Stellen kann hier definiert werden.

Fazit

Bei einer Stellenbeschreibung gilt ganz klar: je intensiver sich der Arbeitgeber mit der Position befasst hat, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Fehlbesetzung oder einen unzufriedenen neuen Mitarbeiter. Im besten Fall wird eine Stellenbeschreibung in Zusammenarbeit zwischen Personalentwicklung und suchender Abteilung erstellt, sodass sowohl die Personalplanung als auch die inhaltliche Planung berücksichtigt wird. Die Beschreibung selbst sollte klar verständlich und möglichst knapp sein, aber dennoch alle wichtigen Informationen enthalten. Um Missverständnisse oder Frust zu vermeiden, sollte der neue Mitarbeiter sich die Stellenbeschreibung vor Unterschrift des Arbeitsvertrages in Ruhe durchlesen und erst dann seine finale Zustimmung geben. Zur Orientierung können Sie unser Muster für eine Stellenbeschreibung als Vorlage verwenden und so einen weiteren Schritt zur Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit gehen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Stellenbeschreibung und Stellenanzeige?
Die Stellenbeschreibung beschreibt Aufgaben, Ziele und Verantwortlichkeiten der Position. Die Stellenanzeige enthält darüber hinaus Anforderungen, Unternehmensinfos und Benefits und nutzt die Stellenbeschreibung als inhaltliche Grundlage.
Welche Inhalte sollten in einer Stellenbeschreibung nicht fehlen?
Wichtig sind Kernaufgaben, Ziele, Befugnisse/Kompetenzen sowie Pflichten. Ergänzend sollte die Einordnung in die Organisation (Vorgesetzte, Schnittstellen, Zusammenarbeit) klar beschrieben werden.
Warum ist eine präzise Stellenbeschreibung wichtig?
Sie reduziert Überschneidungen mit anderen Rollen und beugt Missverständnissen im Arbeitsalltag vor. Außerdem sinkt das Risiko von Fehlbesetzungen, weil Erwartungen und Verantwortlichkeiten klar sind.
Welche Rolle spielt die Stellenbeschreibung im Arbeitsvertrag?
Im Arbeitsvertrag definiert sie das Tätigkeitsprofil verbindlich und legt berufliche Pflichten fest. Mitarbeitende sollten sie daher vor der Unterschrift sorgfältig prüfen, um spätere Konflikte zu vermeiden.
Wie detailliert sollte eine Stellenbeschreibung formuliert sein?
Sie sollte so konkret wie nötig sein, aber knapp und verständlich bleiben. Ziel ist Klarheit über Verantwortungen und Ziele, ohne die Rolle so eng zu fassen, dass Flexibilität und Zusammenarbeit leiden.

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