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Recruiting

Stellenanzeigen optimieren oder gleich vom Profi schreiben lassen?

Personalturm Redaktion
11. July 2020
9 Min. Lesezeit
Stellenanzeigen optimieren oder gleich vom Profi schreiben lassen?

Erhöhen Sie die Wirksamkeit Ihrer Anzeigenschaltungen durch ausgezeichnete Texte!

Bevor Sie Ihre Stellenanzeige von uns online schalten lassen, überprüfen wir diese optional auf ihre inhaltliche und gestalterische Qualität und zeigen Ihnen Möglichkeiten zur Optimierung auf.

Denn so wichtig es ist, die relevanten Schaltplätze für Ihre Stellenanzeigen zu finden, so sehr gilt doch auch: Ihre Stellenanzeige muss begeistern, damit sich Quantität und Qualität Ihrer Bewerber steigern. In diesem Beitrag erklären wir:

  • welche Fehler und Fettnäpfchen Sie unbedingt meiden sollten
  • wie Sie die Wirksamkeit Ihrer Anzeigenschaltungen durch professionell gestaltete Texte erhöhen

So bitte nicht: Langweiliger Phrasendrescher zum Mitreisen gesucht

„Tolles Team sucht Mitarbeiter mit Teamgeist und Know-how“ – so ließe sich in Kürze der Aussagegehalt vieler Stellenanzeigen zusammenfassen. Da nützt es dann auch wenig, wenn Sie eine lange Liste von Qualifikationen und einen noch längeren Abschnitt über die Vorzüge Ihres Unternehmens hinzufügen.

Im Gegenteil. Zumeist verschlimmern solche Listen und Lobhudeleien den Gesamteindruck noch, der da lautet: wenig ansprechend bis nichtssagend. Statt Langeweile löst eine Stellenanzeige idealerweise folgende Reaktionskette aus:

  1. Die Anzeige fällt dem potenziellen Bewerber sofort ins Auge, weil sie ihn visuell anspricht und sich von der Masse abhebt. Reaktion: Er wird aufmerksam und schaut genauer hin.
  2. Sie spricht ihn emotional an, weckt sein Interesse durch ein sprachliches Bild, eine besondere Headline, eine Tonalität, die die Distanz zu überwinden weiß. Reaktion: Er fühlt sich nicht nur als gesuchter Bewerber, sondern als Person angesprochen. Der Wunsch, mehr über ein Unternehmen zu erfahren, in dem Mitarbeiter nicht nur beschäftigt, sondern geschätzt werden, wächst.
  3. Sie liefert ihm alle wichtigen Informationen und lässt Unwichtiges weg, sodass sich ein klares und anschauliches Bild für den Bewerber ergibt. Reaktion: Passende Interessenten bewerben sich. Unpassende Bewerber ziehen weiter.

Damit diese Reaktionskette ausgelöst wird, muss die Stellenanzeige

  • attraktiv gestaltet sein
  • sprachlich und inhaltlich überzeugen
  • wesentliche Informationen liefern
  • den Wunsch geeigneter Kandidaten wecken, sich in genau diesem Unternehmen zu bewerben.

„Zauberhaftes Unternehmen sucht gute Fee zwecks magischer Zusammenarbeit“

Viele Unternehmen verstehen dies und versuchen bereits, Stellenanzeigen passend zu formulieren. Leider driftet manch ein unerfahrener Texter im Versuch, Langeweile und 08/15-Formulierungen zu vermeiden, in irreale Welten ab. Da werden dann auf Deibel komm raus Bilder bemüht, die auch nicht im Entferntesten etwas mit dem Unternehmen und der Vakanz zu tun haben.

Man feilt an fantasievollen Berufsbezeichnungen, nach denen niemand sucht, kreiert humoristische Formulierungen, die nur ein müdes Lächeln provozieren, und vergisst über Jux und Tollerei das eigentliche Anliegen.

Der Stellenbewerber sieht seine Zeit verschwendet und wendet sich verärgert ab – sofern er solche Anzeigen überhaupt findet und liest. Das Unternehmen hat nicht nur sein Geld zum Fenster hinausgeworfen, es riskiert auch einen Imageschaden. Geholfen ist keinem der Beteiligten.

Nehmen Sie Ihren Wunschkandidaten nicht auf die Schippe, legen Sie eine Schippe drauf!

Humor kann ein guter Ratgeber für die Gestaltung von Stellenanzeigen sein. Wortspielereien und Metaphern tragen zur Auflockerung bei. Auch müssen Sie in Ihren Anzeigen nicht darauf verzichten, Ihr Unternehmen präzise und wohlwollend darzustellen. Die Zauberformel für das Texten von Stellenanzeigen gibt es nicht.

Dafür aber eine wichtige Grundregel, von der Sie nicht abweichen sollten: Nehmen Sie sich und Ihre Stellenanzeige ernst. Genauso ernst wie den Wunsch des potenziellen Bewerbers, eine erfüllende, seinen Qualifikationen entsprechende und existenzsichernde berufliche Position zu finden.

Ob Sie also im Dialekt texten, eine augenzwinkernde Komplizenschaft herstellen oder sich durch eine konservative Ansprache auszeichnen: Nehmen Sie Ihren Kandidaten nicht auf die Schippe. Legen Sie eine Schippe drauf, indem Sie Ihre Stellenanzeigen adäquat formulieren. Wecken Sie Emotionen und befriedigen Sie das Bedürfnis nach Informationen auf angemessene Weise.

Was zeichnet einen perfekten Text für Stelleninserate aus?

Jede Stellenanzeige ist das firmenseitige Äquivalent zum erhofften Bewerbungsschreiben. Vom Bewerbungsschreiben erwarten Sie, dass der Bewerber sich mit der Vakanz und Ihrem Unternehmen auseinandergesetzt hat.

Präzise Formulierungen und Anforderungsbeschreibungen

Ellenlange Beschreibungen, welche Qualifikationen er oder sie mitbringt, sind ohne einen Bezug zur Position ebenso überflüssig und nervig wie Rechtschreibfehler und schiefe Formulierungen. Der beste Bewerber ist nicht ein im luftleeren Raum ausgezeichneter Bewerber, sondern einer, der perfekt zu Ihrem Unternehmen passt. Überlegen Sie daher auch: Benötigt er für die Vakanz wirklich eine Goldmedaille von den Bundesjugendspielen oder reicht es aus, wenn er die Treppe zum zweiten Stock ohne Verschnaufpause meistert?

Darstellen, wie Vakanz und potenzieller Bewerber zusammenpassen

Die Stellenanzeige ist Ihr Bewerbungsschreiben, mit dem Sie den Kontakt zum potenziellen Bewerber herstellen. Sie muss ähnlichen Anforderungen gerecht werden, wie man sie ans Bewerbungsschreiben stellt. Das gilt für die Qualifikationen, aber auch für den viel zitierten Teamgeist. Wer passt menschlich gesehen zu Ihnen und Ihren Mitarbeitern, also ins Team? Wer würde sich in Ihrem Unternehmen wohlfühlen? Kurz und gut: Wer wäre das Tüpfelchen auf Ihrem i?

Grundlegende Fragen der Stelleninteressenten beantworten

Wichtige Inhalte geben Antwort auf wichtige Fragen: Was zeichnet Sie als Arbeitgeber aus? Welche konkreten Aufgaben sind zu erledigen? Welche Qualifikationen sind dafür wirklich erforderlich?

Klare Struktur und gute Lesbarkeit

Damit Ihre Stellenanzeige nun aber keine endlose Aneinanderreihung von Stichpunkten wird, formulieren Sie diese in einem anregenden Wechsel von Fließtext und kurzen Bulletpoints.

Wirksam formulieren

Zu guter Letzt: Wichtiger, als einem potenziellen Bewerber das Blaue vom Himmel zu versprechen, ist es, ihm ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und ein begeistertes Ja! zu entlocken. Was eine gute Stellenanzeige bewirkt, lässt sich zusammenfassend daher auf drei Effekte reduzieren:

  • Sie weckt Aufmerksamkeit.
  • Sie erwirkt Zustimmung.
  • Sie motiviert geeignete Bewerber, sich um genau diese Stelle zu bewerben.

Den richtigen Rahmen schaffen, um die Wirksamkeit Ihrer Stellenanzeigen zu erhöhen

Erzielen Ihre Texte die gewünschte Wirkung? Falls Sie nicht sicher sind, legen Sie diese doch mal Ihren Mitarbeitern vor und lassen Sie diese darüber urteilen. Fragen Sie diese auch danach, was sie ergänzen oder weglassen würden. Nur schreiben lassen sollten Sie Ihre Mitarbeiter die Texte nicht – denn dazu gehört nicht nur ein ausgezeichneter Stil, sondern auch fundiertes Wissen über die zielgruppengerechte Ansprache Ihrer Wunschbewerber.

Gelingt es Ihnen nicht, einen Texter für diese Aufgabe zu finden, sind wir Ihnen gern behilflich. Wir haben da jemanden. Den Grafik-Designer Joachim Ciliox, seines Zeichens StellenanzeigenSpezialist.

Sein auf Stellenausschreibungen spezialisiertes Texter-Team verfasst für Ihre Vakanz die perfekte Stellenbeschreibung. Bei Bedarf übernimmt Joachim Ciliox die visuelle Gestaltung Ihrer Stellenanzeigen für Print und Online. Natürlich passend zu Ihrem Corporate Design.

Als unser Kunde profitieren Sie in jeder Hinsicht von dieser Kooperation, da Text, Gestaltung und Schaltung Ihrer Stellenanzeigen wirkungsvoll aufeinander abgestimmt werden.

Häufig gestellte Fragen

Warum wirken viele Stellenanzeigen austauschbar?
Oft werden generische Floskeln, lange Anforderungslisten und Selbstlob genutzt, ohne echten Bezug zur konkreten Rolle. Dadurch entsteht kein klares Bild der Aufgabe und kein emotionaler Anker. Bewerber fühlen sich nicht persönlich angesprochen und klicken weiter.
Welche Informationen dürfen in einer Stellenanzeige nicht fehlen?
Wichtig sind konkrete Aufgaben, realistische Muss-Kriterien und relevante Rahmenbedingungen der Position. Zusätzlich sollten Sie klar machen, was Sie als Arbeitgeber auszeichnet und wie Zusammenarbeit im Team aussieht. Unwichtiges und Übertreibungen sollten konsequent gestrichen werden.
Wie finde ich die richtige Tonalität für meine Zielgruppe?
Die Ansprache sollte zur Zielgruppe und zur Unternehmenskultur passen, ohne ins Kumpelhafte oder Alberne abzurutschen. Testen Sie Entwürfe intern und achten Sie darauf, ob die Sprache glaubwürdig ist und die Rolle korrekt widerspiegelt. Entscheidend ist, dass Interessenten sich ernst genommen fühlen.
Sollte ich kreative Jobtitel und Metaphern verwenden?
Kreativität kann Aufmerksamkeit erzeugen, darf aber nicht die Auffindbarkeit und Verständlichkeit beeinträchtigen. Fantasie-Bezeichnungen, nach denen niemand sucht, kosten Reichweite und verwirren. Metaphern funktionieren nur, wenn sie zur Position und zum Unternehmen passen.
Wann lohnt es sich, Stellenanzeigen professionell schreiben zu lassen?
Wenn die Anzeige trotz Überarbeitung zu wenige oder unpassende Bewerbungen bringt, ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Profis optimieren Struktur, Sprache und Zielgruppenansprache und reduzieren typische Fehler. Das spart Zeit im Recruiting und erhöht die Bewerberqualität.

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