Skip to main content
Recruiting

Personalsuche über Facebook – Geheimtipps für Ihr Recruiting – Personalturm

Personalturm Redaktion
21. January 2022
12 Min. Lesezeit
Personalsuche über Facebook – Geheimtipps für Ihr Recruiting – Personalturm

„Um interessante Profile zu suchen, nutze ich lieber Xing oder Linkedin, Personalsuche über Facebook ist sinnlos“

Diese Aussage hört oder liest man gerade von den Unternehmen öfter, die Active Sourcing standardmäßig in ihr Recruiting integriert haben. Logisch – Karrierenetzwerke sind darauf ausgelegt, Arbeitgeber und potenzielle Bewerber zusammenzubringen. Nutzer geben hier alle wichtigen Infos zu ihrem Karriereweg an, Arbeitgeber müssen sie nur noch finden und kontaktieren. Dass Facebook an dieser Stelle nicht mithalten kann, ist naheliegend. Das ist allerdings auch nicht der Gedanke, der hinter der Personalsuche über Facebook steckt. Vielmehr geht es hier um das Thema Personalmarketing – die Verbindung von Online-Marketing und Recruiting. Schon seit Jahren werden die sozialen Medien von Unternehmen genutzt, um Werbung für ihre Produkte zu machen und so neue Kunden zu gewinnen. Warum sollten sie also nicht auch Werbung für sich als Arbeitgeber machen, um neue Mitarbeiter zu gewinnen? Sie können nicht nur Ihre Stellenanzeigen dort schalten, sondern auch einen Überblick über sich als Arbeitgeber geben.

3 Gründe für die Personalsuche über Facebook

Facebook sorgt für gezielte Sichtbarkeit

Wer Facebook für sein Recruiting nutzen möchte, sollte seine Zielgruppe kennen. Die Plattform bietet die Möglichkeit, zielgruppenspezifische Anzeigen zu schalten. So können Sie zum Beispiel eine Werbeanzeige für offene Jobs in der Marketingabteilung nur an Digital Natives ausliefern lassen. So haben Sie den Vorteil, den Streuverlust der Werbeanzeige so gering wie möglich zu halten. Auch den Ort oder das Geschlecht der Nutzer, die sie erreichen möchten, können Sie definieren. Der Vorteil an der Anzeigenschaltung über Facebook ist: Sie zahlen nur für einen Klick auf die Anzeige, nicht für die Auslieferung.

Facebook ist ein Paradies für das Employer Branding

Über Facebook können Sie Ihre Marketingaktivitäten mit dem Recruiting verbinden. Gibt es regelmäßige Beiträge im Unternehmensblog, die über Facebook geteilt werden? Planen Sie eine Beitragsreihe zu verschiedenen Berufsbildern in Ihrem Unternehmen. Außerdem können Sie regelmäßig etwas über den Alltag verschiedener Mitarbeiter posten oder Follower auf das nächste Mitarbeiterevent digital mitnehmen. Zeigen Sie potenziellen Bewerbern, wofür Sie als Arbeitgeber stehen und arbeiten Sie an Ihrem Employer Branding.

Facebook bietet die Möglichkeit zur Interaktion

Facebook bietet Arbeitgebern einen weiteren Grund für die Nutzung im Recruiting: die Möglichkeiten zur Interaktion. Posten Sie eine Stellenanzeige über Facebook, sehen Sie in Echtzeit die Reaktionen darauf. Gleichzeitig können Sie auf Rückfragen reagieren oder Unklarheiten auflösen. Grundsätzlich kann jeder Follower zum potenziellen Bewerber werden, wenn Sie mit ihm interagieren können – natürlich aber auch all diejenigen, denen Ihre Anzeige ausgeliefert wird.

3 Dinge, die Sie bei der Personalsuche über Facebook beachten sollten

Recruiting aus Sicht des Bewerbers

Einer der Vorteile an der Personalsuche über Facebook ist die Möglichkeit, Menschen in ihrem normalen Alltag zu erreichen. Darunter fallen nicht nur diejenigen, die gerade aktiv auf Jobsuche sind, sondern eben auch die passiven Kandidaten, die zwar grundsätzlich offen für einen Wechsel wären, aber nicht aktiv nach Jobs suchen. Um auch diese Kandidaten erreichen und überzeugen zu können, ist eine ausgezeichnete User Experience unverzichtbar. Schauen Sie sich Ihren Bewerbungsprozess aus Sicht eines Bewerbers an, der über Facebook auf Sie aufmerksam wird: Kann er alle nötigen Informationen mobil erhalten? Kann er seine Bewerbung mobil einreichen oder muss er sich zu einem späteren Zeitpunkt noch an den Laptop setzen? Besonders im Social Media Recruiting ist der Mobile First Ansatz unumgänglich.

Facebook als erster Kontaktpunkt

Facebook ist im Gegensatz zu einer klassischen Jobbörse nicht in erster Linie zur Jobsuche oder Mitarbeitersuche konzipiert. Bewerber, die Ihre Stellenanzeige sehen und interessant finden, sind also in der Regel nicht darauf vorbereitet, sich auf einen neuen Job zu bewerben. Diese Tatsache sollten Sie unbedingt berücksichtigen und Facebook daher eher als ersten Kontaktpunkt sehen. An diesem Punkt gilt es, Interessenten ihre Candidate Journey so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Fragen Sie nicht zu viele Daten ab – erst recht keine vollständige Bewerbung. Kaum jemand hat seine Bewerbungsunterlagen jederzeit auf dem neusten Stand und dann auch noch auf dem Smartphone dabei. Setzen Sie auf unkomplizierte Hilfsmittel wie Chatbots oder One Click Bewerbungen. Kommen Sie zuerst mit den potenziellen Bewerbern ins Gespräch, bevor Sie Anforderungen an sie stellen.

Monitoring ist das A und O

Wer Facebook zum Recruiting nutzt, sollte sich mit den grundlegenden Themen aus dem Online Marketing beschäftigen. Dazu gehört unter anderem die Erstellung einer umfassenden Zielgruppenanalyse, aber allen voran das Monitoring der durchgeführten Maßnahmen. Nur so können Sie herausfinden, ob Ihre Kampagne erfolgreich war oder ob der Kosten-Nutzen-Faktor nicht passt. Schließlich lässt sich nicht jede offene Stelle über Quellen wie Facebook besetzen. Legen Sie vor Beginn der Kampagne Indikatoren fest, an denen Sie festmachen, ob Ihre Kampagne Erfolg hatte. Das kann zum Beispiel die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen sein, die Kosten pro eingegangener Bewerbung oder auch die Anzahl neuer Kontakte im Talent Pool.

Fazit: Facebook ist eine lukrative Ergänzung für Ihr Recruiting

Wer bisher noch nicht darüber nachgedacht hat, Facebook für die Personalsuche einzusetzen, sollte spätestens jetzt hellhörig werden. Besonders Unternehmen, die im Online-Marketing bereits gut aufgestellt sind, können von Facebook in ihrem Recruiting profitieren. Muss der Zugang von null aufgebaut werden, kann es einige Zeit dauern, bis die Maßnahmen sich auch finanziell wirklich rechnen. Dennoch sollten Arbeitgeber sich mit den Themen Personalmarketing und Employer Branding auseinandersetzen – ohne Maßnahmen, die die Arbeitgebermarke bekannt machen, ist Recruiting in vielen Branchen mittlerweile schwierig. Soziale Medien wie Facebook, Instagram & Co. können dem Recruitingerfolg einen Aufschwung geben.

Häufig gestellte Fragen

Warum lohnt sich die Personalsuche über Facebook?
Facebook ermöglicht eine extrem präzise Zielgruppenansprache durch detaillierte Targeting-Optionen. Zudem stärken Sie durch regelmäßige Einblicke in den Arbeitsalltag nachhaltig Ihr Employer Branding bei potenziellen Bewerbern.
Wie unterscheidet sich Facebook Recruiting von LinkedIn?
Während LinkedIn auf professionelles Active Sourcing spezialisiert ist, liegt der Fokus bei Facebook auf dem Personalmarketing. Hier erreichen Sie Kandidaten in ihrem privaten Umfeld und können durch Interaktion eine persönliche Bindung aufbauen.
Welche Vorteile bietet das Targeting bei Facebook-Anzeigen?
Sie können Streuverluste minimieren, indem Sie Anzeigen nach Interessen, Ort oder demografischen Merkmalen aussteuern. Zudem zahlen Sie bei Facebook oft nur für tatsächliche Klicks auf Ihre Stellenanzeige, was das Budget schont.
Wie kann man das Employer Branding auf Facebook verbessern?
Teilen Sie authentische Inhalte wie Blogbeiträge, Videos von Mitarbeiterevents oder Berichte über verschiedene Berufsbilder. So geben Sie Bewerbern einen echten Einblick in Ihre Unternehmenskultur und steigern Ihre Attraktivität als Arbeitgeber.
Kann man auf Facebook direkt mit Bewerbern interagieren?
Ja, die Plattform bietet hervorragende Möglichkeiten für den direkten Austausch in Echtzeit. Sie können auf Kommentare reagieren, Fragen zu Stellenanzeigen sofort beantworten und so Hürden im Bewerbungsprozess effektiv abbauen.

Weitere Artikel

Mehr HR-Wissen entdecken

Stöbern Sie durch unsere weiteren Fachartikel rund um Recruiting und HR-Management.

Alle Artikel ansehen