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Recruiting

Hiring Manager Satisfaction: Wie zufrieden sind Führungskräfte mit dem Recruiting?

Personalturm Redaktion
19. August 2023
7 Min. Lesezeit
Hiring Manager Satisfaction: Wie zufrieden sind Führungskräfte mit dem Recruiting?

Wie unterscheidet sich der Recruiter vom Hiring Manager?

Hiring Manager und Recruiter werden im alltäglichen Sprachgebrauch häufig als Synonym verwendet. In ihrer grundlegenden Definition befinden sie sich jedoch in unterschiedlichen Positionen.

  • Recruiter sind Spezialisten für die Suche und Einstellung von neuem Personal. Ihre Aufgabe ist es, Strategien für Sichtbarkeit der Stellenanzeigen zu erarbeiten, nach potenziellen Bewerbern zu suchen und den Bewerbungsprozess durchzuführen. Dabei ist der Recruiter jedoch im ersten Schritt auf Input von der Abteilung angewiesen, die nach einem neuen Teammitglied sucht.
  • An dieser Stelle kommt der Hiring Manager ins Spiel. Er ist derjenige, der die Suche nach einem neuen Mitarbeiter in Auftrag gibt, den Recruiter anfänglich unterstützt und letztendlich häufig die finale Entscheidung auf Empfehlung des Recruiters trifft. In der Regel handelt es sich beim Hiring Manager um die Führungskraft der suchenden Abteilung, sodass fachliches Wissen im Recruitment nicht zwangsläufig vorhanden ist.

Beide Rollen müssen im Unternehmen eng zusammenarbeiten und gut kommunizieren, damit die Suche und der Einstellungsprozess zum Erfolg werden.

Warum sollten Unternehmen die Hiring Manager Satisfaction im Auge behalten?

Die Hiring Manager Satisfaction ist eine essenzielle Kennzahl, um die interne Zufriedenheit mit dem Recruiting und die Effizienz zu überprüfen. Viele Recruiting KPIs wie die Candidate Satisfaction oder die Offer Acceptance Rate legen ihren Fokus auf die Candidate Experience. Diese ist natürlich essenziell für erfolgreiches Recruitment und Employer Branding, sagt aber nichts darüber aus, wie zufrieden letztendlich die suchenden Abteilungen mit dem Prozess und der Besetzung sind. Sie gibt also vor allem einen Einblick, wie der Recruiting Prozess intern noch verbessert werden kann. Ist die Hiring Manager Satisfaction und damit die Zusammenarbeit zwischen Recruiting und Fachabteilungen gut, kann das außerdem bei anderen wichtigen Themen unterstützen:

  • Die Qualität der Stellenanzeigen kann gesteigert werden
  • Die Qualität der eingehenden Bewerbungen kann erhöht werden
  • Die Zusammenarbeit zwischen Recruitment und Hiring Manager wird effizienter

Wie kann die Hiring Manager Satisfaction gemessen werden?

Bei der Hiring Manager Satisfaction handelt es sich um eine Kennzahl, die nicht gemessen oder anhand einer Formel berechnet werden kann. Vielmehr geht es um eine subjektive Meinung der Hiring Manager. Ähnlich wie die Candidate Satisfaction kann diese Kennzahl mit Fragebögen erhoben werden – anonymisiert oder in direkten Gesprächen mit den Führungskräften der Abteilung. Hier können Fragen zu unterschiedlichen Themen gestellt werden:

  • Qualität der Bewerbungen
  • Qualität der Einstellung
  • Reaktion und Kommunikation des Recruiters
  • Kenntnisse des Recruiters zu den Anforderungen des Jobs
  • Beratung durch das Recruiting

Wie können Unternehmen die Hiring Manager Satisfaction erhöhen?

Anders als mit zukünftigen Bewerbern können Recruiter mit den Hiring Managern direkt sprechen und ihr Feedback zeitnah umsetzen – vieles hängt hier also von der Kommunikation innerhalb des Unternehmens ab. Es gibt aber einige Möglichkeiten, die die Zusammenarbeit häufig verbessern können.

  • Einheitliche Prozesse: Wer auf der Suche nach einem neuen Teammitglied ist, sollte im besten Fall intern immer den gleichen Prozess durchlaufen. Das kann ein konkretes Formular zum Ausfüllen der nötigen Informationen für die Stellenanzeige sein oder auch ein Meeting mit dem Recruiting, um alle Anforderungen persönlich zu besprechen. Auch die Frage, wie stark die Hiring Manager in den Auswahlprozess involviert sind, sollte immer gleich beantwortet werden. So können sich Recruiter und Führungskraft auf einen Prozess einstellen.
  • Klare Kommunikationskanäle: Wie sollen Anfragen für neue Stellenanzeigen eingereicht werden? Gibt es eine feste Mailadresse, einen festen Mitarbeiter oder einen anderen Kommunikationskanal? An wen sollen Hiring Manager sich bei Rückfragen und weiterem Input melden? Es ist sinnvoll, klare Kommunikationskanäle zu schaffen, damit jeder zu jeder Zeit weiß, an welchem Punkt sich der Recruiting Prozess gerade befindet – oder zumindest weiß, wo er nachschauen muss.
  • Hiring Manager in Bewerbungsgespräche integrieren: Besonders, wenn Hiring Manager einige Male nicht zufrieden mit der Neueinstellung waren, ist es sinnvoll, sie in die Interviews mit einzubeziehen. So können sie fachliche Themen mit dem Bewerber direkt besprechen, statt alle Gespräche über eine dritte Partei laufen zu lassen. Das bedeutet für die Führungskraft zwar mehr Zeitaufwand, aber auch eine höhere Garantie, dass das neue Teammitglied das passende ist.
  • Bewerbermanagementsystem: Um Einsicht in eingehende Bewerbungen und den aktuellen Stand im Prozess zu haben, kann ein Bewerbermanagementsystem helfen. Dabei handelt es sich um eine Software, auf die sowohl Recruiter als auch Hiring Manager zugreifen können, um Bewerbungsunterlagen, Termine und Notizen zu Bewerbern einzusehen und zu teilen. Das erleichtert die Kommunikation und vereinheitlicht den Recruiting Prozess weiter.

Fazit: Zufriedene Hiring Manager bestätigen das Recruiting

Zufriedene Bewerber und neue Mitarbeiter spielen eine essenzielle Rolle für den Erfolg des Recruitings. Aber auch die interne Zufriedenheit sagt etwas über den Erfolg der Abteilung aus. Deshalb sollten Unternehmen die Hiring Manager Satisfaction im Auge behalten. Sie zeigt, wie zufrieden die Führungskräfte der Fachabteilungen mit dem Recruitment sind und gibt damit einen Einblick in die interne Zusammenarbeit und Kommunikation. Je besser die Kommunikation funktioniert, desto besser werden auch die Neueinstellungen sein – und desto höher wiederum die Hiring Manager Satisfaction.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Recruiter und Hiring Manager?
Der Recruiter ist Spezialist für die Suche und Einstellung von Personal und führt den Bewerbungsprozess durch. Der Hiring Manager ist die Führungskraft der suchenden Abteilung, die die Suche beauftragt und letztendlich die finale Entscheidung trifft.
Warum ist die Hiring Manager Satisfaction wichtig?
Sie gibt Einblick in die interne Zufriedenheit mit dem Recruiting-Prozess und zeigt, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Recruiting und Fachabteilungen funktioniert. Im Gegensatz zu anderen KPIs fokussiert sie sich nicht auf die Candidate Experience, sondern auf die interne Effizienz.
Wie wird die Hiring Manager Satisfaction gemessen?
Die Kennzahl wird durch Fragebögen oder direkte Gespräche mit den Führungskräften erhoben. Dabei werden Themen wie Qualität der Bewerbungen, Kommunikation des Recruiters und fachliche Kenntnisse abgefragt.
Wie können Unternehmen die Hiring Manager Satisfaction verbessern?
Durch einheitliche Prozesse, klare Kommunikationskanäle, Integration der Hiring Manager in Bewerbungsgespräche und den Einsatz eines Bewerbermanagementsystems. Wichtig ist vor allem die direkte Kommunikation und zeitnahe Umsetzung von Feedback.
Welche Rolle spielt ein Bewerbermanagementsystem?
Ein Bewerbermanagementsystem ermöglicht sowohl Recruitern als auch Hiring Managern Zugriff auf Bewerbungsunterlagen, Termine und Notizen. Dies erleichtert die Kommunikation, schafft Transparenz über den aktuellen Stand und vereinheitlicht den Recruiting-Prozess.

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